Obsidian
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Obsidian ist ein moderner Markdown‑Editor für dein persönliches Wissensmanagement: lokal, schnell und flexibel. Wenn du Notizen, Recherche, Projektwissen oder ganze Dokumentationen strukturieren willst, bekommst du hier ein Baukastensystem, das du dir mit Plugins, Themes und Workflows exakt anpasst. Unten zeige ich dir, wie Obsidian funktioniert, für wen es sich lohnt und worauf du achten solltest.
Vorteile
- Lokale Markdown‑Dateien statt Cloud‑Lock‑in
- Riesiges Plugin‑Ökosystem für jeden Workflow
- Schnelles Verlinken mit Backlinks und Graph‑Ansicht
Nachteile
- Kein echter Echtzeit‑Mehrbenutzermodus wie bei Notion
- Komplexe Einrichtung bei vielen Plugins
- Sync und Publish kosten extra
Was ist Obsidian?
Obsidian ist ein lokal‑first Notiz‑ und Wissenswerkzeug auf Basis von Markdown. Deine Notizen liegen als einfache Dateien in einem „Vault“ auf deiner Festplatte. Du verknüpfst Gedanken mit [[Links]], bekommst Backlinks und eine Graph‑Ansicht – perfekt, wenn du Zusammenhänge sichtbar machen willst. Die stabile Desktop‑Version liegt (Stand: Januar 2026) bei 1.10.6, während parallel Early‑Access‑Builds der 1.11‑Reihe erscheinen.
Die wichtigsten Funktionen im Alltag
Markdown, Links, Graph
Obsidian fühlt sich wie ein schneller Texteditor an, aber mit Wissens‑Superkräften: Du verlinkst Notizen, sammelst Zitate, fängst Ideen ein und springst blitzschnell durch dein Netzwerk. Genau hier punktet Obsidian gegenüber klassischen Hierarchien – Gedanken wachsen organisch.
Properties & Bases: Von Notizen zu strukturierten Daten
Properties (Eigenschaften) geben deinen Notizen Metadaten wie Status, Typen oder Tags. Mit Bases baust du daraus Listen, Tabellen und sogar Kartenansichten – ein bisschen wie eine schlanke Datenbank direkt in deinem Vault. Gruppieren, Summaries, eigene Formeln und ein offizielles Maps‑Plugin machen aus Notizen kleine Informationssysteme, ohne die Markdown‑Simpelheit zu verlieren.
Canvas: Denken auf der Fläche
Mit Canvas arrangierst du Notizen, Bilder und Ausschnitte frei auf einer Leinwand – praktisch für Workshops, Roadmaps oder Lernsessions. Es ist keine Grafik‑Suite, aber genau richtig, wenn Struktur und Inhalt gleichzeitig sichtbar sein sollen.
Plugins & Themes
Die Community liefert dir ein riesiges Ökosystem. Von Aufgabenverwaltung bis Diagramme, von Zettelkasten‑Helfern bis AI‑Assistenten – es gibt inzwischen über 2.400 Community‑Plugins, plus zahlreiche Themes für die Feinanpassung. Mein Tipp: Starte minimal und aktiviere Plugins erst, wenn du den Bedarf spürst.
Lizenz, Datenschutz und Add‑ons
Obsidian ist kostenlos – auch für die Arbeit. Optional kannst du eine Catalyst‑Lizenz (Early Access, einmalig) oder eine Commercial‑Lizenz (Unterstützer‑Modell) erwerben. Dein Content bleibt lokal; ein Account ist nur für Zahlungen oder Add‑on‑Dienste nötig.
Für den Geräteabgleich gibt es Obsidian Sync als Add‑on mit Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung sowie Obsidian Publish zum Veröffentlichen deiner Notizen als Website. Pricing ist transparent und optional – das Kernprodukt bleibt frei.
Plattformen & Performance
Obsidian läuft nativ auf Windows, macOS und Linux, dazu gibt es Apps für iOS und Android. So deckst du Notizen vom Desktop bis zum Tablet ab – online wie offline.
Performance: Die Entwickler haben in den letzten großen Releases spürbar optimiert; dennoch können sehr viele oder schlecht gewartete Plugins den Start und die Editorreaktion bremsen. Wer sauber kuratiert, bleibt schnell – wer hunderte Plugins stapelt, merkt’s.
Für wen eignet sich Obsidian?
Für dich, wenn du kontrolliert, offline‑fähig und flexibel arbeiten willst. Studierende, Research‑Nerds, Entwicklerinnen, Kreative – alle profitieren davon, dass Inhalte in einfachen Dateien bleiben. Und ja: Wenn du Team‑Docs in Echtzeit brauchst, sind kollaborative Suites oft bequemer. Ich persönlich habe Obsidian in einem Recherche‑Projekt drei Tage am Stück genutzt: Tags als Properties, Literatur als Base, Canvas für den Überblick – das zog den Knoten aus meinen Notizen.
Praxis‑Tipps für den Start
- Klein anfangen: Erst Ordnerstruktur und wenige Kern‑Plugins.
- Standards definieren: Dateinamen, Properties, Tag‑Konventionen – erspart Chaos.
- Sync bewusst wählen: E2E‑Sync ist bequem, aber optional; lokale Git‑Backups funktionieren weiter.
Fazit
Obsidian ist eine der besten Notizlösungen, wenn dir Datenhoheit, Geschwindigkeit und Anpassbarkeit wichtiger sind als vorgefertigte Workflows. Mit Properties, Bases, Canvas und dem Plugin‑Kosmos wächst das Tool mit deinen Ansprüchen – ohne dich einzusperren. Wer bereit ist, sein Setup bewusst zu gestalten, wird hier langfristig glücklich.
Häufig gestellte Fragen:
Ist Obsidian wirklich kostenlos – auch für die Arbeit?
Ja. Das Kernprodukt ist kostenfrei; optionale Lizenzen sind Support‑Modelle. Add‑ons wie Sync/Publish kosten extra.
Wie synchronisiere ich meine Notizen zwischen Geräten?
Entweder mit dem kostenpflichtigen Obsidian Sync (E2E‑verschlüsselt) oder mit Alternativen wie Git/Cloud‑Ordnern in Eigenregie. Sync ist bequem, aber nicht zwingend.
Gibt es echte Live‑Zusammenarbeit wie in Notion?
Nativ nein. Du kannst teilen, veröffentlichen und gemeinsam arbeiten, aber simultanes Live‑Co‑Editing ist nicht der Fokus – Obsidian priorisiert lokale Dateien und Erweiterbarkeit.
Wie stabil sind Community‑Plugins?
Die meisten beliebten Plugins sind solide, doch Qualität variiert. Installiere selektiv und halte ein Auge auf Aktualität – viele Probleme entstehen durch überladene Setups oder veraltete Erweiterungen.
Eigenschaften der Software
Rating:
Name:
Obsidian
Lizenzart:
Freeware
System:
Windows, macOS, Linux
Sprache:
Multi-language
Update:
09.01.2026
Latest Version:
1.10.6
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