Pixia
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Pixia ist ein schlankes, auf Malen spezialisiertes Bildbearbeitungsprogramm für Windows, das besonders von Manga- und Anime-Künstlern geschätzt wird. Wenn du ein fokussiertes Zeichen-Tool ohne Ballast suchst, bekommst du hier einen ehrlichen Klassiker mit überraschend viel Kontrolle über Pinsel, Ebenen und Masken. Im Folgenden zeige ich dir, was Pixia gut kann, wo Grenzen liegen und ob sich der Einsatz heute noch lohnt.
Vorteile
- Sehr leichtgewichtig und ressourcenschonend
- Fein anpassbarer Pinsel-Editor mit Stiftdruck-Unterstützung
- Solide Ebenen- und Maskenfunktionen
Nachteile
- Altbackene Oberfläche und Lernkurve
- Keine CMYK- und eingeschränkte PSD-Unterstützung
- Weniger moderne Komfortfeatures als aktuelle Painter
Was ist Pixia?
Pixia ist ein klassisches Raster-Grafikprogramm mit Fokus auf digitales Malen und Kolorieren. Anders als große Alleskönner konzentriert es sich auf das, was beim Zeichnen zählt: flüssige Pinsel, überschaubare Werkzeuge, sinnvolle Ebenen-Optionen und ein direkter Workflow. Wenn du mit einem Grafiktablet arbeitest, fühlst du dich schnell zuhause – die Stiftdruckkurve reagiert angenehm organisch.
Hauptfunktionen im Überblick
Ebenen, Masken, Auswahlen
Pixia bietet dir Ebenen inklusive Transparenzen, Mischmodi und Masken. Selektionen gelingen mit Lasso, Polygonzug und Zauberstab – ausreichend präzise, um Kanten nachzuarbeiten oder Farbbereiche gezielt zu korrigieren.
Pinsel-Engine und Texturen
Das Herzstück ist der Pinsel-Editor: Form, Größe, Streuung, Textur und Fluss stellst du zügig ein. Zusammen mit Stiftdruck am Tablet entsteht ein natürliches Strichbild – ideal für Lineart, Schattierungen und schnelle Colorationen. Eigene Spitzen lassen sich als Presets speichern, sodass du dir ein persönliches Brush-Set aufbauen kannst.
Farben und Korrekturen
Du arbeitest im RGB-Farbraum, mischst mit Pipette und Farbkreis, setzt Verläufe oder passt per Tonwerten, Helligkeit/Kontrast und Sättigung nach. Für schnelle Retuschen gibt es Weichzeichner, Schärfen, Rauschminderung und Relief-Effekte – kein Effekt-Feuerwerk, aber das Notwendige sitzt.
Dateiformate und Export
Import und Export gängiger Formate wie PNG, JPG und BMP sind an Bord; PSD-Import funktioniert in einfachen Fällen, fortgeschrittene Ebenen-Effekte werden jedoch nicht immer sauber übernommen. Für einen unkomplizierten Web-Export ist Pixia absolut ausreichend.
Warum Pixia – und für wen?
Pixia ist für dich, wenn du ohne Ablenkung zeichnen willst: Skizze, Koloration, fertig. Es startet schnell, läuft selbst auf älterer Hardware stabil und fühlt sich mit einem Wacom-Tablet direkt richtig an. Ich habe es kürzlich auf einem älteren Laptop ausprobiert – nach zehn Minuten stand eine saubere Lineart, weil die Pinsel ohne spürbare Latenz reagieren. Wenn du von überladenen Interfaces genervt bist, wirkt Pixia wie frische Luft.
Praxis-Tipps für einen guten Start
- Tablet kalibrieren: Passe die Druckkurve an, damit feine Striche nicht absaufen.
- Brush-Presets speichern: Lege dir Sets für Lineart, Flats und Shading an – spart Klicks.
- Mit Masken arbeiten: Statt radieren: Ebene maskieren und non-destruktiv malen.
Grenzen und Alternativen
Pixia hat Ecken und Kanten: Die Oberfläche wirkt altmodisch, CMYK fehlt für Druck-Workflows und PSD-Kompatibilität ist begrenzt. Wer Animation, Vektor-Werkzeuge oder komplexe Partikelpinsel braucht, schaut sich spezialisierte Alternativen an. Wenn du aber vor allem malen willst, liefert Pixia genau das – ohne Ballast.
Fazit
Kein Hype, kein Schnickschnack: Pixia ist ein bodenständiges Malprogramm, das auf Windows erstaunlich flink arbeitet. Für Einsteiger und fokussierte Zeichner ist es eine charmante Wahl. Power-User mit High-End-Ansprüchen greifen vermutlich zu moderneren Suiten – alle anderen bekommen hier ein kleines, ehrliches Arbeitstier.
Häufig gestellte Fragen:
Ist Pixia wirklich kostenlos?
Ja, Pixia wird als Freeware angeboten und ist für private Nutzung kostenfrei.
Läuft Pixia unter Windows 11?
Ja, Pixia lässt sich auf aktuellen Windows-Systemen betreiben; auf sehr neuen Systemen empfiehlt sich die Installation mit Administratorrechten.
Unterstützt Pixia Grafiktablets?
Ja, Stiftdruck und Neigung werden je nach Tablet-Treiber unterstützt; mit Wacom funktioniert es in der Regel reibungslos.
Kann ich mit Pixia druckreif arbeiten?
Für reine RGB-Illustrationen ja. Da CMYK fehlt, solltest du für professionelle Druckaufträge ein Farbmanagement-taugliches Programm zum finalen Export nutzen.
Welche Dateiformate exportiert Pixia?
PNG, JPG und BMP sind Standard; komplexe PSD-Dateien werden nur eingeschränkt unterstützt.
Eigenschaften der Software
Rating:
Name:
Pixia
Lizenzart:
Freeware
System:
Windows
Sprache:
Mehrsprachig (Englisch, Japanisch; Sprachpakete verfügbar)
Update:
09.01.2026
Latest Version:
6.5
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