RunAsDate

RunAsDate

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Starte Programme aus der Vergangenheit oder Zukunft, ohne die Systemuhr zu verändern.

RunAsDate ist ein kleines, portables Windows-Tool, mit dem du Programme zu einem festgelegten Datum und einer Uhrzeit startest – ohne deine Systemzeit anzutasten. Wenn du Software testest, Daten reproduzierst oder Zeit-abhängige Workflows automatisierst, bringt dir dieses Utility genau die Kontrolle, die du brauchst. Im Folgenden erfährst du präzise, wie es funktioniert, wo seine Stärken und Grenzen liegen und wie du es im Alltag clever einsetzt.

Vorteile

  • Portabel und leichtgewichtig, keine Installation nötig
  • Feine Zeitsteuerung: fixes Datum, relative Offsets, Sofortmodus
  • 32/64-Bit, Desktop-Verknüpfungen und Kommandozeile

Nachteile

  • Wirkt nicht bei Programmen mit Serverzeit oder Anti-Tamper
  • Anhängen an laufende Prozesse kann instabil sein
  • Oberfläche schlicht, kein offizieller Support

RunAsDate

Was ist RunAsDate – und wofür brauchst du es?

RunAsDate lässt ein Programm so laufen, als wäre gerade ein anderer Tag oder eine andere Uhrzeit. Das ist ideal, wenn du Zeitfehler nachstellst, Exportläufe prüfst, zeitgesteuerte Features testest oder alte Datenstände konsistent nachvollziehen willst. Wichtig: Die Systemzeit deines PCs bleibt unverändert – die Manipulation passiert isoliert im Zielprozess.

So funktioniert es unter der Haube

Das Tool klinkt sich in zentrale Zeitfunktionen der Windows-API ein (etwa GetSystemTime, GetLocalTime, GetSystemTimeAsFileTime, NtQuerySystemTime) und liefert dem Zielprogramm deine definierten Werte. Optional greift der Sofortmodus schon beim Start des Prozesses, damit keine Millisekunde „echte Zeit“ durchrutscht. Genau deshalb eignet es sich hervorragend für reproduzierbare Tests – allerdings können einzelne Apps sensibel reagieren.

Main Features im Überblick

  • Portabel: EXE kopieren, starten, fertig. Keine Installation, keine DLL-Orgien.
  • Feine Steuerung: fixes Datum und Uhrzeit oder relative Offsets (z. B. Hours:+12).
  • Sofortmodus: injiziert Zeitwerte direkt zum Start, wenn nötig abschaltbar.
  • Attach to Process: seit 1.40 kannst du dich an bereits laufende Prozesse anhängen (mit Risiko auf Instabilität).
  • Kommandozeile & Shortcuts: /immediate, /movetime, /returntime, Startordner, Parameter – plus Desktop-Verknüpfungen für einen Klick.
  • x64-Support: getrennte 32- und 64-Bit-Versionen; für 64-Bit-Prozesse die x64-Variante nutzen.

System, Version & Sprache

RunAsDate läuft unter Windows (32/64-Bit). Die aktuelle Version ist 1.41 (veröffentlicht am 9. Juni 2022). Sprachdateien sind verfügbar, standardmäßig ist die Oberfläche Englisch. Für Windows 11 wird das Tool in der Praxis breit eingesetzt, auch wenn die Originalseite traditionell konservative Systemanforderungen nennt.

Wann es glänzt – und wann nicht

Perfekt ist RunAsDate, wenn dir lokale Zeitstempel im Weg stehen: Testen von Lizenzdialogen ohne Serverabgleich, reproduzierbare Datenexporte, Datumsfilter, Backups, geplante Jobs. Kein Wundermittel ist es, wenn eine App die Uhr extern prüft – etwa über einen Webservice oder eigene Anti-Manipulationslogik. Dann prallt die lokale Zeitinjektion ab.

Grenzen, Risiken, Verantwortung

Einige Programme crashen im Sofortmodus oder beim Anheften an laufende Prozesse – besonders .NET-Apps oder sicherheitskritische Tools. Außerdem: Für erhöhte Prozesse brauchst du Adminrechte; vermeide Systemprozesse. Und ganz klar: Zeitmanipulation, um Trial-Restriktionen auszuhebeln, ist unzuverlässig und kann gegen Lizenzbedingungen verstoßen – nutze RunAsDate für legitime Tests.

So startest du souverän

  • Quick-Run: EXE und Datum/Uhrzeit wählen, Run drücken. Für häufige Szenarien eine Desktop-Verknüpfung erstellen.
  • Kommandozeile: Nutze /immediate und /movetime für wiederholbare Skripte; mit /returntime stellst du nach X Sekunden zurück.
  • Attach bewusst: Nur an unkritische, nicht-systemrelevante Prozesse anhängen – Stabilität im Blick behalten.

Mini-Story aus der Praxis

Ich hatte einmal einen nächtlichen Export, der nur „gestern um 23:59“ sauber filterte. Mit RunAsDate habe ich das Fenster reproduziert, Logs verglichen und den Fehler in 10 Minuten gefunden – ohne die Uhr des ganzen Systems anzufassen. Genau dafür liebe ich dieses Tool.

Fazit

RunAsDate ist kein hübscher Showstar, aber ein präziser Schraubenschlüssel für deinen Windows-Werkzeugkasten: leicht, zielstrebig, effektiv. Wenn du Zeitabhängigkeiten testen willst, gibt es kaum etwas Besseres – solange du die technischen Grenzen und die rechtlichen Spielregeln respektierst.

Häufig gestellte Fragen:

Ändert RunAsDate meine Systemzeit?

Nein. Es manipuliert nur die Zeitwahrnehmung des ausgewählten Prozesses und lässt die globale Systemuhr unverändert.

Läuft RunAsDate unter Windows 11?

Ja, es wird unter aktuellen Windows-Versionen genutzt; nutze die passende 32- oder 64-Bit-Variante.

Warum funktioniert es bei manchen Trials nicht?

Viele Programme prüfen Zeitserver oder setzen eigene Schutzmechanismen ein. In solchen Fällen greift eine lokale Zeitinjektion nicht.

Gibt es Risiken beim „Attach to Process“?

Ja. Das Anhängen kann Apps instabil machen; meide Systemprozesse und sichere wichtige Daten. Für erhöhte Prozesse sind Adminrechte nötig.

Welche Befehle sind für die Kommandozeile wichtig?

/immediate für sofortige Zeitänderung, /movetime für mitlaufende Zeit, /returntime für automatisches Zurückspringen – inklusive Parametern und Startordner.

Eigenschaften der Software

Rating:

4,4

Name:

RunAsDate

Lizenzart:

Freeware

System:

Windows

Sprache:

English (Sprachdateien verfügbar)

Update:

09.01.2026

Latest Version:

1.41