Tenacity

Tenacity

Tenacity bietet dir eine leistungsstarke, respektvolle Audio-Bearbeitung ohne Telemetrie.

Tenacity ist ein schlanker, datenschutzfreundlicher Audio-Editor, der aus dem Audacity-Kosmos hervorging und dir vertraute Werkzeuge ohne Ballast liefert. Im Folgenden erfährst du, was Tenacity auszeichnet, für wen es sich lohnt und welche Stärken und Grenzen du kennen solltest.

Vorteile

  • Keine Telemetrie, offline-first
  • Viele Effekte und Plug-ins (VST2, LV2, AU)
  • Einfacher Einstieg, dennoch mächtig für Mehrspur-Bearbeitung

Nachteile

  • Kein vollwertiger DAW-Workflow (z. B. kein MIDI-Sequencer)
  • 1.4-Features teils noch im Alpha-Status
  • UI wirkt funktional statt modern-glamourös

Was ist Tenacity?

Tenacity ist ein freier, quelloffener Mehrspur-Editor zum Aufnehmen, Schneiden und Mastern von Audio. Das Projekt entstand als Community-getriebener Fork und legt Wert auf klare, lokale Arbeitsabläufe ohne Netzfunktionen. Die Lizenz ist offen (GPL-2.0-or-later), wodurch du die Software kostenlos nutzen und anpassen kannst.

Warum Tenacity statt „irgendwas mit Audio“?

Weil du dich auf Aufnehmen, Editieren, Exportieren konzentrieren willst – ohne Einmischung. Tenacity bleibt bewusst privat: keine Telemetrie, keine versteckten Calls nach Hause. Genau das war der Auslöser für den Fork und prägt die Roadmap bis heute. Wenn dir Datensparsamkeit wichtig ist, fühlst du dich hier sofort wohl.

Hauptfunktionen im Überblick

  • Mehrspur-Aufnahme und -Schnitt mit präziser Wellenformbearbeitung
  • Breite Formatunterstützung (Import/Export, erweiterbar via FFmpeg)
  • Plug-ins: VST2, LV2, AU; plus Nyquist für Skripting
  • 32‑Bit‑Float Audio, Spektral-Tools, Label-Spuren, Batch/Makros
  • Matroska-Import/Export ohne zwingendes FFmpeg – nützlich für Kapitel/Labels

Die Feature-Basis orientiert sich an Audacity, entwickelt sich aber eigenständig weiter. Details wie Plug-in‑Support, 32‑Bit‑Float und Skripting sind offiziell dokumentiert; Matroska‑Workflows gehören zu den ausdrücklich genannten Unterschieden.

Systeme, Installation und Praxis

Tenacity läuft auf Windows, macOS und Linux (teils auch *BSD/Haiku). Installation: Installer starten (Windows), Paketmanager/Port verwenden (macOS/Linux) oder Builds aus den offiziellen Paketen beziehen. Für den Einstieg reichen ein Interface oder dein Notebook‑Mikro – Quellen auswählen, Pegel checken, Aufnahme drücken, schneiden, normalisieren, exportieren.

Was du im Alltag gewinnst

Ein Beispiel aus der Praxis: Du hast alte Interview‑Aufnahmen. Mit Tenacity ziehst du die WAVs rein, markierst Störgeräusche, wendest Rauschminderung und Kompressor an, setzt Labels für Kapitel – fertig ist eine hörbare, saubere Episode. Kein Abonnement, keine Cloud‑Abhängigkeit, volle Kontrolle.

Roadmap und Versionen

Stabile Referenz ist aktuell Version 1.3.4. Eine 1.4‑Schiene befindet sich in Arbeit/Alpha und bringt u. a. Realtime‑Effekte und modernisierte Oberflächen, während die bewährte 1.3‑Linie auf Stabilität setzt. Wenn du produktiv schneiden willst, bleib bei 1.3.4; wenn du experimentierfreudig bist, lohnt ein Blick auf 1.4‑Pre‑Releases.

Grenzen und für wen es gedacht ist

Tenacity ist ein Editor, keine vollwertige DAW. MIDI‑Arrangement, virtuelle Instrumente oder umfangreiches Mixing-Routing fehlen. Für Podcasts, Sprachaufnahmen, einfache Musik‑Edits, Sound‑Design‑Snippets und Bildungszwecke ist es genau richtig – schnell, nachvollziehbar, robust.

Fazit

Tenacity ist das Tool, das dir nicht im Weg steht: leichtgewichtig, transparent, respektiert deine Privatsphäre und liefert zuverlässig Ergebnisse. Wenn du Audio ohne Overkill bearbeiten willst, ist es eine der klügsten kostenlosen Optionen am Markt.

Häufig gestellte Fragen:

Ist Tenacity wirklich ohne Telemetrie?

Ja. Das Projekt entstand aus genau diesem Anspruch heraus und verzichtet auf Telemetrie und andere Netzfunktionen, die nichts mit deiner Bearbeitung zu tun haben.

Unterstützt Tenacity VST‑Plug-ins?

Ja, VST2 sowie LV2 und AU werden unterstützt; zusätzlich gibt es Nyquist‑Skripting für Automatisierung und eigene Effekte.

Welche Version sollte ich heute nutzen?

Für produktives Arbeiten empfehle ich 1.3.4. 1.4 ist spannend, aber noch im Alpha‑Stadium – ideal zum Ausprobieren, nicht für Deadlines.

Eigenschaften der Software

Rating:

4,4

Name:

Tenacity

Lizenzart:

Open Source (GPL-2.0-or-later)

System:

Windows, macOS, Linux

Sprache:

Multi-language

Update:

09.01.2026

Latest Version:

1.3.4