TuxGuitar
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TuxGuitar ist ein kostenloser Tab-Editor und Notensatz für Gitarristinnen und Gitarristen, der dich schnell von der Idee zur spielbaren Partitur bringt. Du schreibst Tabs, hörst sie sofort ab und exportierst sie in viele Formate. Unten zeige ich dir, wie das Tool funktioniert, worin es glänzt – und worauf du achten solltest.
Vorteile
- Starker Funktionsmix aus Tab, Notensatz, Playback und Export
- Breite Format-Unterstützung (u. a. Guitar Pro, MIDI, PDF)
- Kostenlos, Community-getrieben, plattformübergreifend
Nachteile
- Oberfläche wirkt stellenweise altmodisch (Java/SWT)
- Lernkurve bei komplexen Techniken und Layouts
- Neue 2.x-Dateien sind nicht abwärtskompatibel zu älteren Versionen
TuxGuitar – dein schneller Weg von der Riff-Idee zur fertigen Tab
TuxGuitar ist ein multitrack Tab-Editor mit eingebautem Player. Du kombinierst Tabs und klassische Notation, legst Tempo, Taktart und Wiederholungen fest und hörst deine Parts dank integrierter Synthese sofort ab. Genau das macht die Software so nützlich: Idee eintippen, anhören, verfeinern – ohne teure Suite.
Was TuxGuitar besonders gut kann
- Dual-View: Tab und Notenzeile gleichzeitig – ideal, wenn du Tabs liebst, aber rhythmisch sauber bleiben willst.
- Multitrack: Gitarre, Bass, Drums, Keys – alles in einer Datei mit übersichtlicher Spurverwaltung.
- Gitarren-Techniken: Bends, Slides, Vibrato, Hammer-Ons/Pull-Offs, Palm Mutes, Harmonics, Tremolo Picking und mehr.
- Timing & Ausdruck: Punktierungen, Triolen und ungerade Tuplets, Akzente, Staccato, Taktwechsel und Tempo-Automation.
- Playback mit SoundFonts: Realistischerer Klang durch frei wählbare SF2/SFZ-Soundfonts – perfekt zum Üben oder Arrangieren.
Formate: Import, Export, Zusammenarbeit
TuxGuitar öffnet u. a. Guitar Pro-Dateien (GP3–GP7), PowerTab und TablEdit, importiert MIDI und exportiert nach Bedarf als PDF, MusicXML, SVG, ASCII oder zurück in GP3–5. Heißt für dich: Du kannst mit Bandkollegen arbeiten, die andere Tools nutzen, und trotzdem bei deinem Workflow bleiben.
Neu in der 2.x-Generation
Ab Version 2.0 nutzt TuxGuitar ein neues Dateiformat, das alte Versionen nicht lesen können. Empfehlung: Wenn du mit anderen arbeitest, die noch 1.x verwenden, exportiere zusätzlich als GP5 oder MusicXML. So bleibt alles kompatibel.
Bedienung, Layouts und Praxis
Die Oberfläche ist funktional statt fancy – dafür schnell. Mit Page- oder Linear-Layout entscheidest du, ob du wie auf Papier arbeitest oder endlos horizontal scrollerst. Die Multitrack-Ansicht macht Arrangements transparent; Fretboard- und Piano-View helfen beim Eingeben. Mein Praxis-Tipp: Erst Rhythmus grob setzen, dann Techniken und Artikulationen verfeinern – spart richtig Zeit.
Klang & Üben
Für ein realistisches Playback bindest du SoundFonts ein. So hörst du Timing-Probleme sofort. Ich nutze es gern, um schwierige Läufe in Schleife zu üben: Loop setzen, Tempo stufenlos reduzieren, sauber einspielen – fertig.
Plattformen & Installation
TuxGuitar läuft auf Windows, macOS, Linux, FreeBSD und sogar Android. Praktisch: Die Desktop-Pakete bringen in der Regel eine passende Java-Laufzeit mit, du musst also nichts nachinstallieren.
Für wen lohnt sich TuxGuitar?
Wenn du schnell Tabs schreiben, Ideen festhalten, Unterrichtsmaterial erstellen oder Band-Arrangements austauschen willst, liefert TuxGuitar extrem viel Gegenwert. Gegenüber großen, teuren Suites fehlt zwar High-End-Sampling und polierte Optik – aber der Workflow stimmt, und du zahlst nichts.
Tipps für einen reibungslosen Start
- Vorlagen nutzen: Lege Standardtunings und Drum-Maps als Templates an.
- Shortcuts lernen: Dauer, Punktierung, Bindebögen – das spart Klicks.
- Kompatibel bleiben: Beim Teilen zusätzlich als GP5 oder PDF exportieren.
Fazit
TuxGuitar ist kein Blender – es ist ein ehrliches Workhorse. Wer Tabs schreibt, übt oder arrangiert, bekommt eine zuverlässige, schnelle Umgebung mit starker Format-Unterstützung und brauchbarem Playback. Optisch kein Rockstar, funktional aber ein Bühnenprofi.
Häufig gestellte Fragen:
Ist TuxGuitar wirklich kostenlos?
Ja. Es ist Open Source und komplett gratis nutzbar – auch für Unterricht und Bandprojekte.
Kann ich Guitar-Pro-Dateien öffnen?
Ja. GP3–GP7 lassen sich laden; Export zurück geht zuverlässig bis GP5. Für maximale Kompatibilität zusätzlich als PDF oder MusicXML teilen.
Wie gut klingt das Playback?
Mit Standard-Sounds okay, mit guten SoundFonts deutlich besser. Für Üben und Arrangements reicht es locker.
Läuft TuxGuitar auf Apple Silicon und Linux?
Ja, macOS und Linux werden unterstützt. Unter macOS läuft es auch auf aktuellen Apple-Rechnern; unter Linux gibt es native Pakete bzw. Archiv-Builds.
Was muss ich beim neuen 2.x-Format beachten?
Ältere 1.x-Versionen können die neuen Dateien nicht öffnen. Exportiere zusätzlich als GP5 oder MusicXML, wenn andere noch mit 1.x arbeiten.
Eigenschaften der Software
Rating:
Name:
TuxGuitar
Lizenzart:
Open Source (LGPL)
System:
Windows, macOS, Linux, FreeBSD, Android
Sprache:
Multi-language
Update:
08.01.2026
Latest Version:
2.0.1
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