VirtualBox
Kategorien
Du willst schnell ein zweites System starten, Software gefahrlos testen oder Lernumgebungen bauen? VirtualBox macht genau das – gratis, flexibel und mit Tools, die dir Zeit sparen. Im Folgenden findest du die wichtigsten Funktionen, Tipps für den Einstieg und die Highlights der aktuellen Version.
Vorteile
- Kostenloses Open‑Source‑Basispaket (GPLv3) mit breiter Plattformunterstützung
- Komfortfunktionen wie Snapshots, Klone, Shared Folders, Drag & Drop
- Aktuelle 7.2‑Features: Windows‑11‑ARM‑Gäste, NVMe im Basispaket, bessere Grafik & Netzwerk
Nachteile
- Bestimmte Features (z. B. VRDP, USB 2/3‑Passthrough) erfordern das Extension Pack mit PUEL
- Performance geringer als bei Type‑1‑Hypervisoren; Feinabstimmung oft nötig
- Gelegentlich Inkompatibilitäten nach Host‑Kernel/OS‑Updates
VirtualBox: Der vielseitige Hypervisor für deinen Alltag
VirtualBox ist eine schlanke, kostenlose Virtualisierungslösung, mit der du mehrere Betriebssysteme parallel auf deinem Rechner startest – ideal für Entwicklung, Test, Schulung oder einfach als sichere Spielwiese. Du klickst eine VM zusammen, legst Snapshots an und probierst los. Wenn etwas schiefgeht, springst du einfach zurück. Genau diese Freiheit macht VirtualBox so beliebt.
Was ist VirtualBox – und warum solltest du es nutzen?
VirtualBox virtualisiert x86/64‑Hardware (und auf passenden Hosts auch Arm) und emuliert typische Komponenten wie CPU, Chipset, Grafik, Netzwerk und Speichercontroller. Dadurch installierst du in einer virtuellen Maschine (VM) nahezu jedes gängige Betriebssystem – ohne dein Hauptsystem anzutasten. Ob du schnell eine sichere Testumgebung brauchst, Legacy‑Software isoliert betreiben willst oder in Kursen identische Setups verteilst: VirtualBox erledigt das mit wenigen Klicks.
Funktionen im Überblick
- Snapshots & Klone: Risikofrei testen, Versionsstände einfrieren, VMs duplizieren.
- Shared Folders, Clipboard & Drag‑&‑Drop: Dateien und Inhalte bequem zwischen Host und Gast austauschen.
- Netzwerk‑Modi: NAT, Bridged, Host‑Only, Intern – inklusive Port‑Forwarding für Web‑ und API‑Tests.
- 3D‑Beschleunigung (je nach Host/Gast): Bessere Grafik‑Performance für Desktops und Tools.
- EFI/UEFI & vTPM 2.0: Für moderne Gäste inklusive Windows‑11‑Kompatibilität.
- VBoxManage & Headless‑Mode: Skriptbar, CI‑tauglich und serverfreundlich.
- OVF/OVA‑Import/Export: Appliances austauschen, Teams schnell synchronisieren.
- Virtuelle NVMe‑Controller & virtuelle Webcam: Aktuell direkt im Open‑Source‑Basispaket.
Neu in Version 7.2 – die Highlights
- Windows‑11‑ARM als Gast auf geeigneten Arm64‑Hosts (macOS, Windows 11) – perfekt für Tests und Portierungen.
- Apple‑Silicon‑Support mit modernisiertem Grafik‑Stack und optionaler 3D‑Beschleunigung (experimentell).
- NVMe jetzt im Basispaket: Keine Zusatzlizenz nötig, moderne Storage‑Setups out of the box.
- Verbesserte Grafik & Video‑Decoding (Linux‑Hosts) und stabilere NAT/NAT‑Network‑Stacks.
- Feinschliff in der Oberfläche: Klarere Tools, bessere Übersetzungen und Qualitäts‑Fixes.
So startest du in wenigen Minuten
- 1) ISO besorgen, VM anlegen: Name, Typ (z. B. Windows, Linux), RAM/CPU zuweisen, virtuellen Datenträger erstellen.
- 2) Netzwerk wählen: Für Internetzugang meist NAT; für Tests im LAN Bridged; für isolierte Labs Host‑Only.
- 3) Gast installieren: ISO einlegen, Setup durchlaufen, danach Guest Additions für bessere Grafik, Maus‑Integration & Shared Folders.
- 4) Snapshot setzen: Sauberen Zustand sichern, damit du jederzeit zurückspringen kannst.
Typische Einsatzszenarien
- Entwicklung & QA: Mehrere OS‑Versionen parallel, reproduzierbare Testumgebungen.
- Schulung & Workshops: Einheitliche Labs, die du in Minuten verteilst und zurücksetzt.
- Legacy & Sicherheit: Altsysteme isolieren, riskante Software gefahrlos prüfen.
Lizenz & Kosten
Das Basispaket ist Open Source (GPLv3) – gratis für alle. Das Extension Pack mit Features wie VRDP (Remote‑Display), USB‑Passthrough (USB 2/3) und PXE‑Boot steht unter der PUEL bereit: privat und für Bildung kostenlos, kommerziell lizenzpflichtig. Für viele Nutzer reicht das Basispaket völlig aus; wer USB‑Geräte im Gast braucht oder remote zugreift, installiert das Extension Pack zusätzlich.
Systemvoraussetzungen & Plattformen
Host‑Unterstützung für Windows, macOS (Intel & Apple Silicon) und Linux. Empfohlen sind Virtualisierungs‑Extensions der CPU (Intel VT‑x/AMD‑V), mindestens 8 GB RAM (mehr bei mehreren VMs) und ausreichend SSD‑Speicher. Für Windows‑11‑Gäste empfiehlt sich vTPM und UEFI, für grafiklastige Desktops die 3D‑Beschleunigung.
Praxis‑Tipps, die Zeit sparen
- Snapshots clever setzen: Vor jedem großen Update ein Sicherungspunkt – spart Stunden.
- Virtuelle Netzwerke benennen: Klare Namen für NAT/Host‑Only helfen bei komplexen Labs.
- Gemeinsame Ordner für Projekte aktivieren, damit Builds zwischen Host und Gast blitzschnell laufen.
- CLI automatisieren: Mit VBoxManage ganze Umgebungen skripten – ideal für CI/CD‑Jobs.
Fazit: Mein klares Urteil
VirtualBox ist die beste kostenlose Allround‑Lösung, wenn du schnell und flexibel VMs brauchst. Es ist nicht der schnellste Hypervisor der Welt, aber unschlagbar in Preis‑Leistung, Einfachheit und Funktionsumfang. Wer USB‑Passthrough oder Remote‑Zugriff braucht, ergänzt das Extension Pack – fertig.
Häufig gestellte Fragen:
Ist VirtualBox wirklich kostenlos?
Ja. Das Basispaket ist Open Source (GPLv3) und kostenlos. Nur das Extension Pack hat einschränkende Bedingungen für den kommerziellen Einsatz.
Brauche ich das Extension Pack zwingend?
Nur, wenn du Features wie VRDP oder USB‑Passthrough (USB 2/3) willst. Für Standard‑VMs reicht das Basispaket.
Läuft VirtualBox auf Apple‑Silicon‑Macs?
Ja, VirtualBox 7.2 unterstützt Apple Silicon. Einige Grafik‑Features sind noch experimentell, laufen aber in vielen Setups solide.
Kann ich Windows 11 ARM als Gast nutzen?
Ja, auf geeigneten Arm64‑Hosts lässt sich Windows 11 ARM als Gast installieren – praktisch für Tests und Portierungen.
Wie gut ist die Performance?
Für Entwicklung, Tests und Schulung völlig ausreichend. Für Höchstleistung (z. B. Gaming) sind Type‑1‑Hypervisoren oder Bare‑Metal besser.
Was tun bei Problemen nach Updates?
Guest Additions aktualisieren, Host‑Treiber prüfen, notfalls auf die letzte funktionierende Minor‑Version zurückrollen und den Snapshot nutzen.
Eigenschaften der Software
Rating:
Name:
VirtualBox
Lizenzart:
Open Source (GPLv3) – Extension Pack unter PUEL (privat/Schule kostenlos, kommerziell kostenpflichtig)
System:
Windows, macOS (Intel & Apple Silicon), Linux
Sprache:
Multi-language
Update:
11.01.2026
Latest Version:
7.2.4
Die neusten Downloads