WinStars
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WinStars ist dein Ticket ins All – ohne kalte Nächte und ohne teures Teleskop. Du startest die App, wählst Ort und Zeit, und siehst den Himmel so, wie er wirklich aussieht. Im Review zeige ich dir Features, Stärken, Schwächen und für wen sich die Planetarium‑Software lohnt.
Vorteile
- Riesiger Stern‑ und Deep‑Sky‑Katalog mit moderner 3D‑Ansicht
- Kostenlos nutzbar, regelmäßige Updates
- Gute Plattformabdeckung inkl. Windows, Linux und Raspberry Pi
Nachteile
- Kein Support für macOS und iOS
- Benötigt OpenGL‑fähige Grafikkarte – ältere PCs können ruckeln
- Android nur als APK, nicht im Play Store
WinStars im Überblick
WinStars ist ein modernes, kostenloses 3D‑Planetarium: Du fliegst durch das Sonnensystem, zoomst in Nebel und Galaxien und bekommst aktuelle Astro‑News direkt im Interface. Der interne Katalog reicht von Gaia‑DR2 mit über 1,7 Milliarden Sternen bis zu zehntausenden Deep‑Sky‑Objekten – das wirkt im ersten Moment überwältigend und macht genau deshalb Spaß.
Was macht WinStars besonders?
Echte 3D‑Perspektive: Planeten, Monde und Bahnen werden plastisch dargestellt; du wechselst mühelos vom Blick an den Himmel zur Reise zwischen den Planeten. Dazu kommen virtuelle Texturen mit feinen Oberflächendetails – ideal, um etwa Kraterlandschaften zu erkunden.
Vollgepackte Daten: Neben Gaia‑DR2 bindet WinStars u. a. OpenNGC/EDD ein, berechnet Ephemeriden, zeigt Satelliten und holt auf Wunsch DSS‑Himmelsaufnahmen in verschiedenen Wellenlängen. So entsteht ein Mix aus Planetariums‑Feeling und datengetriebener Himmelskunde.
Mehrsprachig und update‑freudig: Die Oberfläche gibt es u. a. auf Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Russisch; Updates kommen automatisch und bringen neue Module.
Plattformen, Version & Systemanforderungen
Stand heute läuft WinStars offiziell auf Windows 7/8.1/10/11, Linux (z. B. Ubuntu 20.04 LTS+) und Raspberry Pi OS 64‑bit. macOS und iOS werden nicht mehr unterstützt. Für Android gibt es APK‑Downloads direkt vom Projekt (die App ist nicht mehr im Google Play Store). Aktuelle Desktop‑Version: 3.0.304 vom 14.01.2025.
Hardware‑Basics: Minimum sind OpenGL 2.0/GLSL 1.2 und 4 GB RAM, empfohlen werden OpenGL 3.2/GLSL 1.3 und 8 GB RAM. Wenn die Grafik zickt, hilft oft ein aktualisierter Treiber.
Bedienung im Alltag
Im Planetariums‑Modus stellst du Ort und Zeit ein (oder übernimmst sie automatisch vom System/GPS) und zoomst per Maus/Scrollrad in Sternfelder hinein. Praktisch: Auf Knopfdruck berechnest du Auf‑ und Untergänge sowie die nächsten Highlights am Himmel; DSS‑Bilder lassen sich als Hintergrund holen.
Subjektiv fühlt sich WinStars nach wenigen Minuten natürlich an: Rechtsklick für Infos zu Objekten, sauber beschriftete Menüs, schnelle Zeitleiste für Zeitraffer. Als ich erstmals den Mars ansteuerte und die Bahnebene einblendete, war das so ein „Okay, ich bleibe noch eine Stunde länger“-Moment.
Typische Anwendungsfälle
Einsteiger simulieren den Nachthimmel zu einem Datum – perfekt für Sternschnuppen‑Nächte oder Planetenkonjunktionen. Schule/Uni nutzt Ephemeriden, Koordinatengitter und Objektdaten für Unterricht und Referate. Hobbyastronomen planen Sessions inkl. Satelliten‑Passagen und prüfen Auf‑/Untergangszeiten.
Installation & Pflege
Windows‑User laden den x64‑Installer (für ältere PCs gibt es x86); unter Linux folgst du der Doku, Raspberry Pi OS hat eigene Pakete. Android installierst du per APK vom Projektserver; beachte die üblichen Sicherheitshinweise zu „unbekannten Quellen“. Updates laufen am Desktop bequem über das integrierte Maintenance‑Tool.
Alternativen
Wenn du vor allem Sternbilder am Himmel über deinem Standort sehen willst, ist Stellarium eine klasse Alternative (Open‑Source, sehr fokussiertes Planetarium). Für freie Weltraum‑Flüge à la „von der Erde zu Jupiter in Sekunden“ lohnt ein Blick auf Celestia. WinStars positioniert sich dazwischen: datenreich wie ein Planetarium, zugleich mit echter 3D‑Reise.
Praxistipps
Performance: Aktiviere bei Schwächen die einfacheren Texturen und prüfe, ob dein Grafiktreiber aktuell ist. Das behebt viele Darstellungsfehler – genau das empfiehlt auch die Doku.
Fazit
WinStars liefert dir ein kraftvolles, kostenloses Planetarium mit enormem Datenfundament und ehrlicher 3D‑Immersion. Schade: kein macOS/iOS und Android nur via APK. Wenn du aber auf Windows, Linux oder dem Raspberry Pi zuhause bist, bekommst du hier eine überraschend erwachsene Lösung, die locker mit den Großen mithält. Für mich eine klare Empfehlung für Lernende, Lehrende und Night‑Sky‑Nerds – und zwar nicht nur am ersten Abend.
Häufig gestellte Fragen:
Ist WinStars wirklich kostenlos?
Ja, WinStars wird als Freeware angeboten und kann ohne Gebühren genutzt werden.
Läuft WinStars auf meinem Mac?
Nein, die Unterstützung für macOS und iOS wurde eingestellt – nutze stattdessen einen Windows‑/Linux‑Rechner oder Raspberry Pi.
Welche Grafikkarte brauche ich?
Mindestens OpenGL 2.0/GLSL 1.2; empfohlen wird OpenGL 3.2/GLSL 1.3 für flüssige 3D‑Darstellung.
Wie bekomme ich Updates?
Am Desktop über das Maintenance‑Tool; auf Android lädst du neue APKs vom Projektserver.
Eigenschaften der Software
Rating:
Name:
WinStars
Lizenzart:
Freeware
System:
Windows, Linux, Android, Raspberry Pi OS
Sprache:
English, German, French, Spanish, Russian
Update:
07.01.2026
Latest Version:
3.0.304
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