x264

x264

Der Open-Source-Encoder, der H.264-Videos klein, scharf und verlässlich macht.

x264 gehört zu den Werkzeugen, die du einmal ausprobierst und dann ständig nutzt – weil Qualität, Geschwindigkeit und Kontrolle einfach stimmen. In diesem Review zeige ich dir klar, was x264 wirklich kann, wo seine Limits liegen und wie du den Encoder ohne Frust in deinen Workflow einbaust.

Vorteile

  • Sehr hohe Effizienz und Bildqualität bei niedrigen Bitraten
  • Reife Presets, Profile und Multithreading für schnelle Ergebnisse
  • Breite Unterstützung in Tools wie FFmpeg, HandBrake, StaxRip

Nachteile

  • Kein eigenes GUI – primär Kommandozeile oder Dritt-Tools
  • H.264 kann für kommerzielle Nutzung Patentlizenz erfordern
  • Alte VFW-Workflows sind legacy und teils problematisch

x264: H.264-Encoding ohne Ballast

x264 ist ein schlanker, kompromisslos auf Effizienz getrimmter Encoder für H.264/AVC. Du bekommst präzise Kontrolle über Qualität, Bitrate und Geschwindigkeit – ohne aufgeblähte Oberflächen. Wenn du H.264 in bestmöglicher Qualität willst, führt kaum ein Weg an x264 vorbei.

Was ist x264 genau?

x264 ist eine frei verfügbare Encoder-Bibliothek mit CLI-Tool, die Videostreams in H.264/MPEG-4 AVC kodiert. Sie ist plattformübergreifend verfügbar und läuft zuverlässig auf Windows, macOS und Linux.

Version, Lizenz und Legal

Aktuelle Builds: Stand 9. Juni 2025 ist r3222 weit verbreitet; ältere Pakete wie r3219 kursieren weiterhin auf Download-Portalen.

Lizenz: x264 ist Open Source unter GPLv2; für proprietäre Produkte gibt es eine kommerzielle Lizenz. Wichtig: Für H.264 kann zusätzlich eine Patentlizenz (MPEG-LA) nötig sein, wenn du kommerziell auslieferst.

Warum brauchst du x264?

Weil H.264 überall läuft: Web, Mobile, Set-Top-Boxen, Smart-TVs. Wenn du Projekte hast, die maximale Kompatibilität bei guter Qualität verlangen, liefert x264 genau das. Für Social-Clips, Screen-Recordings, Tutorials oder Blu-ray-konforme Exporte ist der Encoder seit Jahren eine sichere Bank.

Die wichtigsten Features

  • CRF-Mode: Der Sweet Spot für Alltag und YouTube. Stell CRF zwischen 18 und 23 ein – je niedriger, desto besser die Qualität.
  • Mehrpass-ABR: Für feste Zielbitraten bzw. strikte Dateigrößen (z. B. Broadcast- oder Archiv-Vorgaben).
  • Profile & Levels: Baseline, Main, High – passend für alte Hardware bis hin zu modernen Abspielern.
  • Adaptive B-Frames und Referenz-Frames: Mehr Effizienz bei Bewegungen und komplexen Szenen.
  • Presets von ultrafast bis placebo: Du wählst zwischen Tempo und Effizienz – ohne kryptische Feinarbeit.
  • Tune-Optionen: film, animation, grain, fastdecode – hol das letzte Prozent sichtbarere Qualität je nach Material heraus.
  • 10-Bit-Support: Weniger Banding, sichtbar sauberere Gradients; ideal für hochwertige Master.
  • Lossless-Modus: Wenn absolut keine Qualität verloren gehen darf, z. B. bei Zwischenständen.

So arbeitest du smart mit x264

Schnellstart: Nutze ein etabliertes Tool wie HandBrake, StaxRip oder FFmpeg, die x264 bereits integriert haben. Wähle Preset medium, CRF 20 und Tune film als Ausgangspunkt. Das ist dein Allround-Setup für Content, der gut aussehen und flott durchlaufen soll.

Für Qualität vor Tempo: Gehe von medium auf slow oder slower und senke CRF auf 18–19. Der Encode dauert länger, die Bitrate fällt oft deutlich – sichtbar bessere Kanten, weniger Macroblocking.

Für strikte Vorgaben: Muss die Datei exakt in ein Bitratenfenster? Nutze 2-pass ABR mit vbv-bufsize und vbv-maxrate passend zu deinem Zielprofil (z. B. Streaming-Vorgaben.

Typische Einsatzszenarien

  • Content-Produktion: YouTube, Tutorials, Screencasts – CRF 18–22, High Profile.
  • Archivierung: 10-Bit-Build, CRF 16–18 für hochwertige Quellen.
  • Blu-ray: Level-konforme Settings, 2-pass ABR und passendes GOP-Layout.

Performance und Hardware

x264 ist CPU-basiert und nutzt Multithreading sehr effizient. Auf modernen Mehrkern-CPUs erreichst du starke Durchsätze. Für Live-Streaming mit sehr niedriger Latenz kannst du Presets wie veryfast plus tune zerolatency kombinieren.

Stärken und Grenzen

Stärken: Hohe Reife, konsistente Qualität, enorme Flexibilität. x264 skaliert von Einsteiger-Setups bis zu professionellen Pipelines – und ist in unzähligen Tools integriert.

Grenzen: Kein eigenes GUI, und H.264 ist ein älterer Standard. Für maximale Effizienz bei gleicher Qualität sind moderne Codecs wie AV1 (z. B. SVT-AV1) oder HEVC x265 teils überlegen – dafür ist H.264 mit x264 unschlagbar kompatibel.

Alternativen – wann lohnt der Blick?

  • x265 (HEVC): Bessere Kompression als H.264, aber nicht überall so kompatibel.
  • AV1 (SVT-AV1, libaom): Sehr effizient, wächst rasant in der Unterstützung – ideal für VOD.
  • NVIDIA/AMD/Intel Hardware-Encoder: Sehr schnell, aber qualitativ bei gleicher Bitrate oft hinter x264 slow/slower.

Fazit

Wenn du heute verlässlich H.264 ausspielen willst, nimm x264. Du bekommst klare, vorhersehbare Resultate, praktische Presets und volle Kontrolle. Für mich ist x264 der Encoder, den ich ohne Nachdenken installiere – er funktioniert einfach und liefert.

Häufig gestellte Fragen:

Ist x264 kostenlos?

Ja, x264 ist unter GPLv2 frei nutzbar; für proprietäre Produkte gibt es eine kommerzielle Lizenz. Beachte zusätzlich mögliche H.264-Patentlizenzen im kommerziellen Umfeld.

Welche Betriebssysteme unterstützt x264?

x264 läuft plattformübergreifend auf Windows, macOS und Linux und ist in vielen Tools bereits integriert.

Welche Version ist aktuell?

Verbreitet ist r3222 (vom 9. Juni 2025); manche Download-Seiten listen noch r3219. Achte daher beim Download auf die Build-Angabe.

Gibt es eine grafische Oberfläche?

Das offizielle Tool ist CLI-basiert, aber zahlreiche Programme bringen eine komfortable GUI mit und nutzen x264 intern.

Eigenschaften der Software

Rating:

4,6

Name:

x264

Lizenzart:

Open Source (GPLv2)

System:

Windows, macOS, Linux

Sprache:

English

Update:

07.01.2026

Latest Version:

r3222