XnView

XnView

Schneller Bildviewer und mächtiger Batch-Konverter, der riesige Fotobestände im Handumdrehen bändigt.

XnView ist einer dieser seltenen Tools, die du installierst und danach ständig nutzt. Ob du Bilder sichten, umbenennen, konvertieren oder Metadaten pflegen willst – es geht fix, stabil und ohne Schnickschnack. Im Folgenden zeige ich dir, was XnView wirklich kann, wo es glänzt und wo es aneckt.

Vorteile

  • Unterstützt 500+ Formate inkl. RAW, HEIC, AVIF, JPEG XL
  • Extrem starke Batch-Funktionen (Konvertieren, Umbenennen, Metadaten)
  • Schnell, ressourcenschonend, auch für sehr große Ordner

Nachteile

  • Kostenpflichtig bei gewerblicher Nutzung
  • UI wirkt teils überfrachtet, viele Optionen auf einmal
  • Kleiner Lernkurve bei den Batch-Werkzeugen

XnView im Überblick

XnView ist ein performanter Bildviewer und Fotoverwalter mit starkem Fokus auf produktives Arbeiten. Die moderne Hauptlinie heißt XnView MP (Multi-Platform) – sie läuft auf Windows, macOS und Linux. Parallel existiert XnView Classic als Windows-Only-Variante. Für den Alltag empfehle ich klar MP: mehr Formate, bessere Metadaten-Tools, Dark Mode und Unicode-Unterstützung.

Warum XnView? Die Kernidee

Du willst hunderte oder tausende Fotos zügig sichten, sortieren und in einem Rutsch umwandeln. Genau hier ist XnView zuhause. Die Software öffnet Ordner blitzschnell, zeigt Thumbnails ohne lange Wartezeit und bringt alle wichtigen Werkzeuge in einem Fenster zusammen.

Hauptfeatures, die dich wirklich weiterbringen

Viewer & Vergleich: Thumbnails, Filmstreifen, Vollbild, Diashow, Vorher/Nachher – ideal zum Aussortieren. Fotoverwaltung: Favoriten, Kategorien, Tags, Farblabels und eine flotte Suche helfen, Chaos zu bändigen. RAW & Formate: Unterstützung für eine enorme Bandbreite (inkl. RAW, HEIC/HEIF, WEBP, AVIF, JPEG XL). Batch-Power: Stapelkonvertierung mit Filtern, Größenänderung, Wasserzeichen, Farbkorrekturen, Umbenennen nach Regeln, Zeitstempel anpassen; dazu IPTC/XMP/EXIF schreiben. Duplikatsuche: Finde doppelte Bilder – nach Name, Größe oder visuell ähnlich. Capture & Scan: Bildschirmfotos, Scannen und direkt weiterverarbeiten. Druck & Kontaktabzüge: Kontaktbögen, Indexseiten, PDF-Erstellung – perfekt für Kundenfreigaben oder Archiv.

So arbeitet es sich mit XnView (kleine Story aus der Praxis)

Ich habe neulich eine 60-GB-Reisefotosammlung sortiert. Mit Kategorien und Farblabels waren die Top-Shots nach 20 Minuten markiert. Danach ein Batch: 1200 Bilder auf 3000 px Breite, sRGB, Wasserzeichen und sinnvolle Dateinamen. Ein Klick – fertig. Genau diese Abfolge macht XnView unschlagbar schnell.

Leistung & Kompatibilität

XnView ist flüssig selbst auf älteren Geräten und skaliert gut mit großen Ordnern. Die Vorschau baut rasch auf, Caching und Multithreading sind spürbar. Praktisch: Farbmanagement mit eingebetteten Profilen, damit deine Bilder konsistent aussehen.

MP vs. Classic – was passt zu dir?

XnView MP: Empfohlen. Moderner Unterbau, Unicode, Dark Mode, RAW/HEIC/AVIF/JPEG XL, umfassende IPTC/XMP-Bearbeitung. XnView Classic: Legacy für Windows. Leichtgewichtig, aber technisch zurück – sinnvoll, wenn du sehr alte Systeme unterstützen musst.

Lizenz & Einsatzszenarien

Privat, schulisch oder gemeinnützig nutzt du XnView kostenlos. Für gewerbliche Nutzung ist eine Lizenz nötig. Das ist fair – die Produktivität holt den Preis locker wieder rein, wenn du beruflich mit Bildern arbeitest.

Alternativen im Kurzcheck

IrfanView: extrem schnell, minimalistisch, aber ohne die breite Verwaltungs- und Metadatenpower. FastStone Image Viewer: sehr guter Viewer mit angenehmer Oberfläche; bei Batch/Metadaten nicht ganz so tief wie XnView MP. Adobe Bridge: stark in Workflows mit Adobe-Tools, aber schwerer und komplexer.

Installation, Systeme & Versionen

XnView MP läuft auf Windows, macOS und Linux. Für Windows-Nutzer gibt es zusätzlich Classic als Legacy-Zweig. Aktuell ist XnView MP in Version 1.9.8 die Referenz; XnView Classic liegt als stabile Legacy-Variante bei 2.52.x. Wenn du neu einsteigst: MP nehmen.

Tipps für deinen perfekten Workflow

Presets bauen: Lege einmal deine Batch-Presets (Größe, Schärfen, Wasserzeichen, Umbenennen) an – danach sparst du bei jedem Projekt Minuten. Bewerten & filtern: Sterne und Labels konsequent verwenden, dann findest du später alles in Sekunden. Metadaten ernst nehmen: Titel, Keywords, Copyright – XnView schreibt das sauber in IPTC/XMP.

Fazit

XnView ist kein Showroom-Tool, sondern ein echtes Arbeitstier. Wenn du große Fotomengen beherrschen willst, bekommst du hier Tempo, Kontrolle und verlässliche Ergebnisse. Mein Rat: Nimm XnView MP, bau dir zwei, drei Batch-Presets – und genieße den produktiven Flow.

Häufig gestellte Fragen:

Ist XnView wirklich kostenlos?

Für private, schulische und gemeinnützige Nutzung ja. Gewerbliche Nutzung erfordert eine kostenpflichtige Lizenz.

Was ist der Unterschied zwischen XnView MP und XnView Classic?

MP ist die moderne Hauptversion mit besserer Formatunterstützung (z. B. HEIC/AVIF/JPEG XL), Unicode und Dark Mode. Classic ist die ältere Windows-Variante und vor allem für Legacy-Umgebungen gedacht.

Unterstützt XnView RAW-Dateien meiner Kamera?

Ja, viele RAW-Formate werden unterstützt. Für neueste Kameras lohnt es sich, die MP-Version zu nutzen, da sie hier meist schneller nachzieht.

Gibt es eine portable Version?

Ja, XnView MP ist auch portabel verfügbar, praktisch für USB-Sticks oder isolierte Arbeitsumgebungen.

Wie gut ist die Batch-Konvertierung wirklich?

Sehr gut. Du kombinierst Größenänderung, Formatwechsel, Schärfen, Wasserzeichen, Umbenennen und Metadaten-Schreiben in einem einzigen Durchlauf – das spart enorm Zeit.

Eigenschaften der Software

Rating:

4,4

Name:

XnView

Lizenzart:

Freeware (privat/Schule), Commercial (gewerblich)

System:

Windows, macOS, Linux

Sprache:

Multi-language

Update:

07.01.2026

Latest Version:

1.9.8 (MP)