Zen Browser

Zen Browser

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Schneller, fokussierter Firefox‑Fork mit vertikalen Tabs, Workspaces und konsequentem Datenschutz.

Zen Browser ist ein schlanker, anpassbarer Browser für Menschen, die weniger Chaos und mehr Fokus wollen. Ich habe mir das Projekt und seine Updates genau angesehen – hier bekommst du die relevanten Fakten, starke Features und klare Kritik, damit du entscheiden kannst, ob Zen in deinen Alltag passt.

Vorteile

  • Vertikale Tabs, Workspaces und Split View für maximalen Fokus
  • Kompatibel mit Firefox‑Add‑ons und Firefox Sync
  • Datenschutzfreundlich: Telemetrie deutlich reduziert

Nachteile

  • Kein Widevine/DRM – u. a. Netflix, Spotify, Prime Video funktionieren nicht
  • Beta‑Status: gelegentliche Bugs und Update‑Hiccups
  • Teilweise höherer RAM‑Bedarf mit vielen Tabs/Mods

Zen Browser im Test: Minimalismus trifft Produktivität

Wenn dich überladene Browser nerven, fühlt sich Zen wie ein sauberer Schreibtisch an: aufklappen, arbeiten, fertig. Die Basis ist Firefox (Gecko‑Engine) – samt Extension‑Kompatibilität und optionaler Firefox‑Sync – doch das Drumherum wurde für Fokus und Tempo neu gedacht. Lizenz: MPL 2.0.

Was ist Zen genau?

Zen ist ein Firefox‑Fork mit klarer Mission: weniger Ablenkung, mehr Kontrolle. Statt einer klassischen Tab‑Wüste bekommst du eine vertikale Tab‑Leiste mit Ordnern, Workspaces (Themen‑Arbeitsbereiche) und Split‑View für nebeneinander geöffnete Seiten. Ideal, wenn du recherchierst, programmierst oder mehrere Tools parallel nutzt. On top gibt’s Glance – Link‑Vorschauen im Overlay, die du mit einem Tipp wieder schließt.

Highlights & Bedienung

  • Vertikale Tabs & Workspaces: Projekte sauber trennen, Essentials anpinnen, schneller Kontextwechsel.
  • Split‑View: Zwei bis mehrere Seiten in einem Fenster vergleichen – perfekt für Recherchen oder Nebenaufgaben.
  • Glance: Links kurz öffnen, sichten, schließen – ohne Tab‑Flut.
  • Mods & Themes: Von dezent bis expressiv – die Community liefert fertige Oberflächen und Tweaks, du stellst dir Zen passend zusammen.

Die UI wirkt mutig, aber nicht kompliziert. Nach wenigen Minuten greifst du automatisch zu Workspaces statt zu neuen Fenstern – und bleibst konzentriert.

Privatsphäre & Sicherheit

Zen schaltet nicht nur Standard‑Tracking‑Schutz scharf, sondern hat die Firefox‑Telemetry stark ausgedünnt bzw. entfernt, Onboarding‑Assets lokal gebündelt und externe Verbindungen reduziert. Ergebnis: weniger unnötige Pings, mehr Ruhe.

DRM/Streaming: der dicke Haken

Wichtig zu wissen: Keine Widevine‑Lizenz. Heißt: DRM‑Streams laufen nicht – betroffen sind u. a. Netflix, Spotify, Disney+, Prime Video. Für Serienabende brauchst du weiterhin Firefox, Edge oder eine App. Das Team arbeitet an einer Lösung, aber Stand heute bleibt das der größte Kompromiss.

Leistung im Alltag

Die Bedienung ist flüssig und aufgeräumt. Mit vielen Tabs/Workspaces oder aktivierten Mods kann der RAM‑Hunger steigen – typisch für moderne Browser, aber spürbar. Dafür bringt die Sidebar‑Logik Ordnung in große Sessions; ich erwische mich, wie ich weniger Fenster öffne und kaum noch Tabs verliere.

Plattformen, Installation & Updates

Zen läuft auf Windows, macOS und Linux. Installation ist simpel – klassischer Installer, per winget auf Windows, Homebrew auf macOS oder Flathub/AppImage unter Linux. Updates kommen regelmäßig; das Projekt kennzeichnet Builds als Beta.

Version & Entwicklungsstand

Zum Testzeitpunkt aktuell: 1.17.15b (20. Dezember 2025) mit Sicherheitsfixes, Firefox‑Baseline‑Updates und kleineren Verbesserungen. Das Tempo der Releases ist hoch – gut für Sicherheit, aber Beta bleibt Beta.

Für wen lohnt sich Zen?

Du willst Fokus statt Feature‑Ballast, liebst vertikale Tabs und arbeitest in Projekträumen? Dann macht Zen sofort Spaß. Wenn Streaming Pflicht ist, bleib (noch) bei Firefox/Edge – oder nutze Zen für Arbeit und einen Zweitbrowser für Medien. Klingt nach Aufwand, fühlt sich in der Praxis aber erstaunlich natürlich an.

Fazit

Zen ist mutig, schnell und erstaunlich erwachsen – mit klarer Meinung zu UI und Datenschutz. Wer produktiv arbeitet, profitiert sofort. Der fehlende DRM‑Support bremst die perfekte Alltags‑Tauglichkeit, ändert aber nichts daran: Als Arbeits‑Browser ist Zen eine der spannendsten Alternativen zu Chrome, Edge und Safari.

Häufig gestellte Fragen:

Ist Zen wirklich kostenlos?

Ja. Zen ist Freeware und Open Source unter der MPL 2.0 – du zahlst nichts und kannst den Quellcode einsehen.

Laufen meine Firefox‑Erweiterungen?

Ja, Zen ist mit den meisten Firefox‑Add‑ons kompatibel und unterstützt Firefox Sync – ideal, wenn du umsteigst.

Warum funktionieren Netflix oder Spotify nicht?

Weil Zen aktuell keine Widevine‑Lizenz hat. Ohne DRM‑Modul blockieren die Dienste die Wiedergabe. Nutze dafür einen Zweitbrowser.

Auf welchen Systemen läuft Zen?

Windows, macOS und Linux – wahlweise per Installer, winget, Homebrew oder Flathub/AppImage.

Wie oft gibt es Updates?

Regelmäßig. Die aktuelle stabile Version ist 1.17.15b (Stand: Dezember 2025).

Eigenschaften der Software

Rating:

4,2

Name:

Zen Browser

Lizenzart:

Freeware (Open Source, MPL 2.0)

System:

Windows, macOS, Linux

Sprache:

Multi-language

Update:

07.01.2026

Latest Version:

1.17.15b